Maske.

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Paris / Reflection

Mittwoch Abend, zwanzig Minuten nach elf. Ich laufe seit fünfzig Minuten durch die Straßen, kreuz und quer. Menschen habe ich noch keine gesehen. Autos, ja, Autos sind drei Stück vorbeigefahren. Drei in fünfzig Minuten. Zwei davon waren Polizeiwagen.

La paix.

Jemand hat Kerzen aufgestellt und ein Graffiti an die Wand gemalt. Es tut weh. Es tut wahnsinnig weh, meine Stadt so zu sehen. Blutleer. Ausgesaugt. Voller Angst. Ich weiß, irgendwo da, hinter den Gardinen, hinter den ein Spalt weit geöffneten Fenstern, da ist sie noch. Die Lebensfreude. Aber momentan, da versteckt sie sich. Traut sich nicht einmal, durch diesen kleinen Spalt zu lugen. Sie wird wiederkommen, das weiß ich, sie ist nicht tot, sie entzieht sich nur für eine kurze Zeit den Blicken. Aber die Maske, die sie trägt, die Maske macht mich traurig.

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